IRATA - der Standard für Sicherheit in der Höhe

Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz

IRATA, die International Rope Access Industry Association, wurde in den späten 1980er Jahren im Vereinigten Königreich gegründet. Die Initiative geht auf eine Gruppe von Einzelpersonen und Unternehmen zurück, die Standards für Seiltechniken bei Arbeiten in der Höhe einführen wollten. Daraufhin wurden detaillierte Sicherheitsverfahren und ein Schulungs- und Zertifizierungssystem für Fachleute geschaffen, die heute zu den besten der Welt gehören und in der Branche weithin anerkannt sind.

Die Aktivitäten des Verbandes haben die Sicherheitsvorkehrungen in der Industrie, in der seilunterstützter Zugang genutzt wird, erheblich verbessert. Es wurden Normen und Standards für die Ausbildung von Technikern und klare Anforderungen für das industrielle Bergsteigen entwickelt. Das bestehende System umfasst eine sorgfältige Bewertung der Qualifikationen und der Registrierung von Fachleuten. Dank der strikten Einhaltung der IRATA-Normen sind tödliche Unfälle bisher sehr selten gewesen, was die Wirksamkeit der angewandten Verfahren bestätigt. 

Sicherheitsregeln für Seilarbeiten

Kletterarbeiter


Die IRATA-Norm legt die Regeln für sicheren seilunterstützten Zugang fest, einschließlich der obligatorischen Verwendung eines Doppelseilsystems mit Sicherheitsvorrichtungen - ein Arbeitsseil und ein zweites Sicherungsseil, das in angemessener Höhe angebracht ist. Die Arbeiten werden unter Aufsicht durchgeführt, die den Fähigkeiten der Arbeiter entspricht, und es besteht ständiger Kontakt zwischen ihnen - sowohl visuell als auch per Stimme. Es wird eine Risikoanalyse durchgeführt, und es werden der Situation angepasste Rettungsverfahren ausgearbeitet und allen Beteiligten mitgeteilt. Täglich finden obligatorische Arbeitsschulungen statt, und der Arbeitsplatz wird im Voraus vorbereitet, wobei Rettungsverfahren und die Verfügbarkeit der erforderlichen Ausrüstung berücksichtigt werden. Die Mitarbeiter sind qualifiziert, mit der Ersten Hilfe vertraut und die von ihnen verwendete Ausrüstung wird täglich vor dem Einsatz überprüft.

Logbuch und IRATA-Zertifikate

Das IRATA-System ist weltweit als Standard für die Ausbildung von Seilzugangstechnikern anerkannt. Es bietet einen klaren Entwicklungspfad, um die Qualität und Sicherheit der ausgeführten Arbeit zu erhöhen. IRATA hat ein formales Schulungssystem eingeführt, das die Arbeitnehmer je nach ihren Fähigkeiten und ihrer Erfahrung in drei Stufen einteilt. Dieses Schulungssystem umfasst:

  • Stufe 1 - Auszubildender Techniker, 
  • Stufe 2 - Techniker, 
  • Stufe 3 - Aufsichtstechniker.
der Mensch bei der Ausübung seiner Pflichten


Der Abschluss jeder Ausbildungsstufe bei IRATA führt zur Verleihung eines Zertifikats und eines Logbuchs, dem so genannten Logbook. In diesem Logbuch dokumentieren die Techniker ihre Berufserfahrung sowie alle zusätzlichen Zertifizierungen im Zusammenhang mit ihrer Qualifikation. Die IRATA-Zertifikate sind drei Jahre lang gültig. Nach drei Jahren, bevor die Qualifikation eines Höhenarbeiters abläuft, muss er sein Zertifikat erneuern lassen, um weiter in diesem Beruf arbeiten zu können. Dieser Prozess umfasst eine viertägige Erneuerungsschulung auf dem entsprechenden Niveau, die mit einer unabhängigen Prüfung durch einen von IRATA akkreditierten Prüfer abgeschlossen wird.

Abruf von Fähigkeiten

Die Zusatzausbildung ist eine Form des Coachings, um die auf den verschiedenen Stufen erworbenen Fähigkeiten wieder in Erinnerung zu rufen. Dauer und Umfang der Übungen werden individuell festgelegt, wobei auch die Notwendigkeit bestehen kann, den gesamten Kurs zu wiederholen und eine Prüfung bei einem unabhängigen Prüfer abzulegen. Techniker, die seit mindestens sechs Monaten nicht mehr in der Höhe gearbeitet haben oder unregelmäßig arbeiten, sind verpflichtet, an einer solchen Schulung teilzunehmen. Die Auffrischung der Kenntnisse trägt dazu bei, die Anforderungen der Branche zu erfüllen, verbessert aber auch die Sicherheit am Arbeitsplatz und stärkt das Selbstvertrauen der Techniker bei der Ausführung ihrer Aufgaben.

Wer darf in der Höhe arbeiten?

Um im Bereich des seilunterstützten Zugangs arbeiten zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Bewerber muss mindestens achtzehn Jahre alt und in guter körperlicher und geistiger Verfassung sein. Es ist wichtig, dass er/sie keine gesundheitlichen Probleme hat, die ein Sicherheitsrisiko bei der Ausübung seiner/ihrer Tätigkeit darstellen. Personen, die sich für diesen Beruf interessieren, sollten sich durch Ausdauer und die Fähigkeit auszeichnen, unter wechselnden Witterungsbedingungen wie niedrigen Temperaturen, Hitze oder starkem Wind zu arbeiten. Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind ebenfalls erforderlich. Zu den Kontraindikationen für die Arbeit in der Höhe gehören Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Epilepsie, Höhenangst, Gleichgewichtsstörungen, Verletzungen der Gliedmaßen, Abhängigkeit von Alkohol oder anderen Substanzen sowie schwere psychische Probleme.

Etappen der IRATA-Schulung

Die Ausbildung auf jeder Stufe dauert vier Tage, mit Ausnahme einer zusätzlichen Stufe, deren Dauer individuell festgelegt wird. Während der Ausbildung besuchen die Teilnehmer theoretische Vorlesungen, in denen sie mit den Geräten und Methoden für den seilunterstützten Zugang sowie mit den geltenden Rechtsvorschriften vertraut gemacht werden. Das wichtigste Element ist jedoch der praktische Teil, in dem die Auszubildenden die entsprechenden Techniken erlernen. Die Schulung endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung, die von einem von IRATA akkreditierten Prüfer durchgeführt wird und den ganzen Tag dauert. Wenn Sie zertifizierte Fähigkeiten erwerben und zur Elite der IRATA-Profis gehören möchten, nutzen Sie unser Schulungsangebot.

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FAQ:

Was ist die Hauptaufgabe von IRATA?

Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Erhöhung der Sicherheitsstandards bei Arbeiten in der Höhe durch Zertifizierungen und spezielle Seilzugangstrainings. Außerdem überwacht und verbessert die Organisation systematisch die Fähigkeiten der Techniker, um die Effizienz zu steigern und die Risiken bei der Arbeit in schwierigen Umgebungen zu minimieren.

Was sind die Leistungsstufen in IRATA?

IRATA teilt die Techniker je nach ihrer Erfahrung in drei Stufen ein. Stufe 1 ist der angehende Techniker, geeignet für Anfänger. Stufe 2 ist der Techniker mit mehr Erfahrung und Wissen. Stufe 3 ist der Aufsichtstechniker, der für die Planung, Überwachung und Sicherheit von Arbeiten in der Höhe verantwortlich ist.

Was ist für die Erneuerung eines IRATA-Zertifikats erforderlich?

Um die IRATA-Zertifizierung zu erneuern, muss ein Techniker eine Auffrischungsschulung absolvieren und eine unabhängige Prüfung ablegen, die von einem von IRATA akkreditierten Prüfer durchgeführt wird. Die Schulung dauert vier Tage und die Prüfung einen Tag. Die Erneuerung muss vor Ablauf des aktuellen Zertifikats erfolgen, das drei Jahre lang gültig ist.